Tausend Fledermäuse

Tausend Fledermäuse

Manche Lieder entstehen am Lagerfeuer. Andere in den Hallen der Könige. Dieses hier entstand irgendwo dazwischen – in einer schlaflosen Nacht nach unserem Sieg über Vladak und seine verfluchten Fledermäuse.

Die Menschen feierten. Die Feuer brannten hell. Milo verhandelte bereits mit den Wirten über Rabatte auf Bierfässer, Alfina studierte alte Bücher, und der Einsame Wanderer tat das, was er immer tut: schweigen.

Ich aber konnte nicht schlafen.

Immer wenn ich die Augen schloss, sah ich wieder den dunklen Himmel über dem Sumpf. Die roten Augen der Fledermäuse. Den Mond hinter den Wolken. Das Heulen der Kreaturen in der Nacht. Und ich erinnerte mich daran, wie klein wir uns in diesem Augenblick gefühlt hatten.

Viele glauben, Helden hätten keine Angst.

Das ist Unsinn.

Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, den Bogen trotzdem zu spannen, wenn die Hände zittern.

Als die ersten Zeilen zu mir kamen, schrieb ich sie auf die Rückseite einer Tavernenrechnung. Die Worte flossen beinahe von selbst. Nicht, weil ich von unserem Sieg erzählen wollte, sondern weil ich das Gefühl festhalten wollte, gemeinsam mit Freunden einer Dunkelheit entgegenzutreten, die größer war als wir selbst.

Vielleicht ist das der wahre Grund, weshalb ich Balladen schreibe.

Nicht damit man sich an Freddy Freudenreich erinnert.

Sondern damit man sich erinnert, dass selbst in den dunkelsten Sümpfen ein kleines Feuer genügen kann, um der Nacht zu trotzen.

[STROPHE 1]

Tief in den Sümpfen, im Nebel so dicht, wo Schatten flüstern, das Mondlicht zerbricht, ruht eine Legende in Dunkel gehüllt, ein Artefakt, das mit Macht ist erfüllt.

Freddy zieht aus mit Gefährten drei, ein Krieger, ein Magier, ein Hobbit dabei. Sie folgten den Zeichen, doch spürten sogleich, hier herrschte die Furcht – die Nacht war ihr Reich.

[REFRAIN]

Und aus der Tiefe erhebt sich die Nacht, tausend Fledermäuse in tödlicher Pracht! Blitze zucken, das Böse erwacht, Freddy zieht aus – er kämpft mit der Macht!

[STROPHE 2]

Die Dörfer verstummten, kein Licht brannte mehr, Fenster verriegelt, die Straßen so leer. Der Bauer erzittert, die Kinder versteckt, denn wenn es Nacht wird – kommt, wer sie schreckt.

Da kam das Heulen, das Grauen begann, ein Schwarm dunkler Flügel zog drohend heran. Rot glühten die Augen, die Zähne wie Stahl, ein Sturm aus Vampiren – ein blutiger Strahl!

[REFRAIN]

Und aus der Tiefe erhebt sich die Nacht, tausend Fledermäuse in tödlicher Pracht! Blitze zucken, das Böse erwacht, Freddy zieht aus – er kämpft mit der Macht!

[ÜBERLEITUNG]

Doch dann ein Donner, die Erde erbebt, die Luft voller Schwefel, das Böse erhebt. Gezogen von Rossen mit Flügeln aus Nacht, ein Wagen erscheint – Vladak erwacht!

Der Vampirlord lacht, sein Zauber so schwer, die Wolken zerreißen, er ruft Blitze her! Die Helden umringt, der Schwarm noch am Fliegen, doch Freddy ruft laut: „Wir werden sie kriegen!“

[STROPHE 3]

Er sprang auf ein Ross, lenkt Flammen und Glut, vernichtet die Bestien in höllischer Wut! Vladak ruft Blitze, der Himmel zerreißt, doch Freddy ist klüger – ein Krieger, so dreist!

Der Blitz trifft den Fürsten, ein gellender Schrei, sein Schatten vergeht, seine Magie ist vorbei! Der Fluch wird gebrochen, kein Zauber mehr hält, und mit ihm der Schwarm, der tot niederfällt.

[REFRAIN]

Und aus der Tiefe erhebt sich die Nacht, tausend Fledermäuse in tödlicher Pracht! Blitze zucken, das Böse erwacht, Freddy zieht aus – er kämpft mit der Macht!

[AUSKLANG]

Die Feuer entfachen, der Jubel erklingt, ein Lied für die Helden, das jeder nun singt. Die Schatten vergehen, das Böse zerbricht, das Volk ist gerettet, nun strahlt wieder Licht.

[LETZTER REFRAIN]

Und aus der Tiefe erhebt sich die Nacht, tausend Fledermäuse in tödlicher Pracht! Blitze zucken, das Böse erwacht, Freddy zieht aus – er kämpft mit der Macht!

Home Freddys Legenden Die Gefährten Freddys Balladen Freddys Konzerte Codex Arcanorum Über Freddy